Interview mit Felix Ahlers (Vorstand Marketing und Vertrieb der FRoSTA AG)
Unternehmensblogs in der Praxis
Der Durchbruch von Blogs als Kommunikationsinstrument für Unternehmen lässt noch auf sich warten. Dabei gibt es durchaus erfolgreiche Beispiele aus der Praxis. Wie den FRoSTA-Blog. Im Interview mit Felix Ahlers, Vorstand Marketing und Vertrieb der FRoSTA AG, erfahren Sie viel Wissenswertes über den Einsatz dieses Instruments.
Ein Unternehmensblog ist immer noch eine Besonderheit. Wie kam es zum Frosta-Blog?
Ahlers: Im Jahr 2003 haben wir das "FRoSTA Reinheitsgebot" eingeführt. Alle unsere Produkte wurden neu entwickelt und wir verzichten seitdem als erste Lebensmittelmarke konsequent auf alle Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Aromen, Konservierungsstoffe, Stabilisatoren, Farbstoffe usw. Alle Zutaten werden ganz transparent auf der Rückseite deklariert. Sammelbegriffe wie "Brühe" oder "Gewürze", in denen oft Zusatzstoffe versteckt werden, gibt es bei uns nicht mehr.
In gleicher Weise haben wir uns entschieden transparent und offen mit unseren Verbrauchern zu sprechen. Die Idee des Blogs passte insofern perfekt zu dieser Art der Kommunikation.
Wer sind die Adressaten des Frosta-Blog?
Ahlers: Alle, die sich für FRoSTA interessieren und allgemein für Themen wie Ernährung und Lebensmittel.
Welche Marketing-Ziele verfolgen Sie mit dem Blog?
Ahlers: Das FRoSTA Blog soll dazu beitragen, die Marke FRoSTA und das FRoSTA Reinheitsgebot bekannter zu machen und die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
Wie messen Sie den Erfolg des Blog?
Ahlers: Durch die Anzahl der täglichen Zugriffe (zur Zeit ca. 5.000-6.000 pro Tag) sowie durch die Qualität und die Quantität der Kommentare.
Was sind die größten Herausforderungen beim Betreiben eines Blog?
Ahlers: Das Schreiben ist zeitaufwendig und Fragen in Kommentaren sollten möglichst zeitnah beantwortet werden. Das sollte jedem vor dem Start eines Blogs klar sein.
Und man muß kritikfähig sein. Wenn man einen kritischen Kommentar am liebsten löschen würde, dann ist ein Blog das falsche Instrument. Man muß also in einer Situation, in der es auch mal etwas turbulent ist und man eventuell auch einmal in der Kritik steht, richtig reagieren. Das heißt vielleicht auch einmal einen Fehler zugeben.
Wie ist das Blog in das Marketingkonzept von Frosta eingebunden?
Ahlers: Ich denke der Blog ist ein Teil unserer Kommunikation. Trotzdem verzichten wir nicht auf PR Arbeit und klassische Werbung im Fernsehen.
Es unterstreicht die Notwendigkeit, auch nach außem hin selbstkritisch zu sein. Wir haben gelernt, daß man Fehler zugeben kann und auch muß, wenn man den Verbrauchern gegenüber glaubwürdig sein möchte.
Vielen Dank für Ihre Auskünfte.
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